Kanu-Slalom – ist das sehr schwierig?

Bootsgefühl, Kraft und Geschicklichkeit sind die wichtigsten Faktoren beim Kanu-Slalom, der neben dem Rennsport eine weitere olympische Disziplin im Kanusport ist. Dabei werden über einem verblockten Wildfluss oder einer künstlich angelegten Wildwasserstrecke 18 bis 25 Tore aufgehängt. Sie müssen von den Sportlern schnellstmöglich fehlerfrei durchfahren werden – teils mit, teils gegen die Strömung, was angesichts der Hindernisse und Wellen oft sehr schwierig ist. Die rot-weiß markierten Torstangen sind aufwärts, also gegen die Strömungsrichtung zu befahren, die grün-weiß markierten entsprechend flussabwärts, also mit der Strömung.

Wer die Torstangen berührt oder gar ein Tor verpasst, bekommt dafür Strafsekunden. Die Strecken sind meist ca. 300 bis 350 Meter lang, so dass die Zuschauer das Rennen hautnah verfolgen können. Das Wettkampfergebnis ergibt sich aus der reinen Fahrzeit und den Strafsekunden, die durch Kampfrichter vergeben werden: Zwei Sekunden bei Berührung einer Torstange, fünfzig Sekunden, wenn ein Tor ausgelassen oder falsch befahren wird. Wettkämpfe gibt es im Kajakeiner (K1), der sitzend mit Doppelpaddel und im Canadier (C1, C2), der kniend mit Stechpaddel gefahren wird.

Voraussetzung ist (wie in allen Disziplinen), dass du schwimmen kannst und sportgesund bist. Geübt wird in speziellen Slalombooten. Schwimmweste und Helm komplettieren die Ausrüstung. Regelmäßige Teilnahme am Kenter- und Sicherheitstraining gehört dazu. Schon die Jüngsten werden vom Übungsleiter spielerisch herangeführt. Erste Erfahrungen werden auf kleineren Regatten im norddeutschen Raum gemacht, anschließend folgt der Leistungsaufbau für die Fortgeschrittenen. Egal ob Flussabfahrten auf Wildwasserbächen in den Gebirgen dieser Welt oder auch mal auf eine kleine Expeditionsfahrt in unberührter Natur mit einem Wanderkanu, als Slalomkanute kann man die Vielfältigkeit der schönsten Sportart der Welt rundum genießen.

Auf den Wettkampfwochenenden, Trainingslagern oder auch Wildwasserwochen wird größteils in Zelten in der freien Natur oder auf schönen Campingplätzen geschlafen. Die Abwechslung aus Erlebnis und Abenteuer in der freien Natur, der Austausch und Vergleich im Wettkampf mit Sportlern aus verschiedenen unterschiedlichen Regionen geben diesem Sport eine ganz besondere Note. Man fühlt sich sehr schnell Willkommen in der kleinen Kanuslalom-Familie in Deutschland und kommt auch schnell mit Sportlern aus der Nationalmannschaft, Weltmeisterschafts- und Olympiateilnehmern zusammen.

Kontakt + Infos: Mathias Winkler

Trainingszeiten Sommer:

Dienstags 17 Uhr , mittwochs 17 Uhr  (nur Fortgeschrittene)

(Anmeldung erforderlich) zusätzliche Zeiten nach Absprache

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