2x Deutscher Meister im Kanu-Marathon in Rheine

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Marcel und Sven Paufler gewinnen im Kajakzweier der Herren bei den Deutschen Meisterschaften im Kanu-Marathon in Rheine auf der Ems und machen ihren Traum wahr: Mit diesem Titel haben sie sich qualifiziert für die EM in Portugal (Anfang Juli) und die WM in Südafrika, die Anfang September stattfinden wird.

Der Start zum Rennen der Kajakzweier der Herren über die 29,1 Kilometer lange Strecke erfolgte bereits am Sonntagfrüh um 9 Uhr. Da diese Meisterschaft als "Offene Deutsche Meisterschaft" durchgeführt wurde, nahmen neben 48 deutschen Vereinen u.a. auch Sportler aus Großbritannien, den Niederlanden und Belgien teil.

Vom Startbeginn an hatten Marcel und Sven in der Führungsgruppe von fünf Booten eine gute Position. Die Distanz von 29,1 Kilometern war auf der Ems in sechs Runden à 4,7km und einer kurzen, knapp einen Kilometer langen Schlussrunde sowie mit insgesamt fünf Portagen zu absolvieren. In der ersten Runde war keine Portage zu fahren.

Bereits ab der zweiten Runde legten Marcel und Sven ein hohes Streckentempo vor und erreichten die Portage als erste. Die Portage klappte fehlerfrei und so konnten sie einige Meter Abstand zu den Verfolgern herausfahren und erreichten die zweite Portage wiederum als Führende. Durch eine Fehlentscheidung eines Kampfrichters bekamen die beiden jedoch eine 30-sekündige Zeitstrafe (Time Penalty) angezeigt, die sie in dieser zweiten Portage in einer „Penaltybox“ abwarten mussten, bevor sie ihr Rennen fortsetzen durften. Diese Gelegenheit ließ sich die Konkurrenz aus Schierstein (Felix Richter/Marvin Frick) und Great Britain (Luke Timothy Bowyer/Robert William Poole) natürlich nicht entgehen und unternahm einen Ausreißversuch. Marcel und Sven setzten das Rennen als Drittplatzierte fort, nahmen die Verfolgung auf und konnten die Lücke zu den Führenden wieder schließen. Nun bestimmte Taktik den Rennverlauf, denn keines der Boote wollte das Risiko eingehen, sich durch zu viel Führungsarbeit zu verausgaben und vor der Ziellinie dann übersprintet zu werden. Dadurch wuchs die Spitzengruppe zeitweise wieder auf vier Boote an. Rennentscheidend war schließlich die fünfte und letzte Portage, bei der Marcel und Sven das Laufduell knapp für sich entscheiden, ihr Boot als erste wieder ins Wasser einsetzen und in die Schlussrunde sprinten konnten. Die so entstandene Lücke konnten sie dann auf den letzten 1000 Metern auf zehn Sekunden ausbauen und gewannen das Rennen in der Zeit von 2:02:30.34 Stunden. Die Freude über die gelungene Titelverteidigung und Qualifikation für EM und WM war anschließend riesig!

Bereits am Samstagmittag hatte Marcel Paufler im Kajakeiner der Herren Leistungsklasse über die 29,1km lange Strecke gezeigt, in welch guter Verfassung er sich derzeit befindet, als er in der Zeit von 2:07:54.93 Stunden mit nur einer Sekunde Rückstand hinter Dries Corrijn (Belgien) als schnellster Deutscher die Ziellinie überquerte. Auch dieses Rennen wurde durch Taktik bestimmt. Eine Spitzengruppe von vier Sportlern konnte sich früh vom Feld absetzen. Aber erst nach der fünften und letzten Portage gelang es Marcel und dem Belgier, sich von den anderen beiden Booten aus Schierstein (Felix Richter) und München (Matthias Schmidt) zu lösen. Im Zielendspurt setzte sich dann Dries Coorijn knapp vor Marcel durch und gewann das Rennen, den Titel gewann somit Marcel. Damit ist ihm ebenfalls die Titelverteidigung im Kajakeiner gelungen!

Marie Gerland startete hier im Kajakeiner bei den Damen Junioren über die Strecke von 19,1 Kilometern. Das bedeutete vier Runden + eine kurze Schlussrunde von 1000 Metern auf der Ems inklusive drei Portagen. Gestartet wird immer entsprechend der Startnummer-Reihenfolge. Marie`s Startposition befand sich also mitten im Startfeld. Hier reichte ihr Starttempo nicht ganz aus, um in vorderster Linie dabei zu sein. So geriet sie kurz nach dem Start schnell in das kibbelige Fahrwasser ihrer Konkurrentinnen und musste sogar mit dem Paddel stützen, um nicht zu kentern. Sie meisterte diese schwierige Situation aber bravourös und konnte sich an die Niederländerin Amber Jannis (Neerpelt) wieder herankämpfen. Gemeinsam versuchten sie mit hohem Streckentempo, die Lücke zur Spitzengruppe wieder zu schließen, was ihnen aber in diesem hochklassig besetzten Rennen nicht gelang. Nach 1:38:02.29 siegte die Britin Stephanie B. Hutchinson vor Hanna Plas und Joke Plas (beide aus den Niederlanden/Neerpelt). Die schnellste deutsche Juniorin war Marie Mix (Berlin Grünau) vor Ardis Luda (Leipzig) und Marie Gerland.

Ergebnisliste