Deutsche Meisterschaft Kanu-Marathon: Medaillen für alle Bremer Teilnehmer

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Das fünfköpfige Team vom Störtebeker Bremer Paddelsport (KRG Bremen) kehrt mit sechs Medaillen erfolgreich von den Offenen Deutschen Meisterschaften im Kanu-Marathon in Kassel auf der Fulda zurück:

Zunächst wurden die Wettbewerbe im Short-Race ausgetragen. Im Massenstart ist dabei ein Rundkurs von 3,6 Kilometern Länge mit zwei Portagen zu bewältigen. Bei den Damen Junioren wurde Hjördis Sommer (17) hier Deutsche Vizemeisterin. In einer Zeit von 14:52.80 Minuten kam sie nur 15 Sekunden hinter ihrer ein Jahr älteren Dauerrivalin Caroline Fink (Kanu-Ring Hamm) ins Ziel. Im selben Rennen belegten Marit Behrens (15) und Amalia Gebhardt-Apalategui (16) den fünften und sechsten Platz. Sie starteten in diesem Rennen, da es die Short-Races erst ab der Junioren-Altersklasse gibt. Beide sind noch in der weiblichen Jugend startberechtigt. In der Herren Leistungsklasse übernahm Marcel Paufler (27) im Verlauf des Rennens die Führung und konnte das Rennen souverän als Deutscher Meister in einer Zeit von 12:27.34 Minuten vor dem Zweitplatzierten Leif Reh (KKK Kiel) gewinnen. Martin Schubert (25) belegte den sechsten Platz.

Am zweiten Wettkampftag belegten Marit Behrens und Amalia Gebhardt-Apalategui im Kajakzweier nach 16,2 Kilometern mit drei Portagen und einer Fahrzeit von 1:27:12.73 Stunden den dritten Platz. Dadurch, dass es sich um eine offene deutsche Meisterschaft mit internationaler Beteiligung handelte und sich vor den beiden ein britisches Boot platzierte, rückten sie im Klassement der deutschen Boote noch um eine Platzierung auf. Hjördis Sommer startete mit Caroline Fink (KR Hamm) außerhalb der Konkurrenz bei den Damen Junioren. Die Strecke beträgt in dieser Altersklasse 21,5 Kilometer mit vier Portagen. Die beiden Sportlerinnen starteten im Hinblick auf einen eventuellen internationalen Start im späteren Verlauf der Saison an diesem Wochenende zu Testzwecken und platzierten sich mit großem Vorsprung vor ihren Konkurrentinnen. Gewertet wurde ihr Ergebnis allerdings nicht, da sie für unterschiedliche Vereine startberechtigt sind.

In der Herren Leistungsklasse stand der Kajak-Einer auf dem Programm. Zu absolvieren waren 32,1 Kilometer, bei denen sechsmal ausgestiegen und durch die Portage gelaufen werden musste. Marcel Paufler setzte sich bereits nach den ersten zwei Runden mit seinem Cousin Nico Paufler (KG München) von der Konkurrenz ab und musste sich erst im Endspurt geschlagen geben. In einer Zeit von 2:24:48.31 Stunden wurde er mit nur knapp drei Sekunden Rückstand Deutscher Vizemeister. Martin Schubert fuhr lange in einer Dreier-Verfolgergruppe und kam auf dem neunten Platz ins Ziel. Im Rahmen der deutschen Meisterschaft war es allerdings der achte Platz, da sich vor ihm noch ein französischer Sportler ins Ziel kam.

Am Sonntag früh starteten Martin Schubert und Marcel Paufler dann im Kajak-Zweier. Sie gewannen ihr Rennen, konnten sich in der letzten der sechs Portagen von den direkten Konkurrenten Daniel und Florian Wölke (KC Friedrichsfeld) lösen und fuhren nach 2:18:45.65 Stunden mit 31 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Marit Behrens zeigte eindrucksvoll ihr über den Winter antrainiertes Stehvermögen und belegte über die 16,2 Kilometer in 1:34:38.28 Stunden den achten Platz. Allerdings platzierten sich auch in diesem Rennen drei britische Boote vor ihr, im Rahmen der Deutschen Meisterschaften war es also der fünfte Platz. Über die 21,5 Kilometer wurde Hjördis Sommer erneut deutsche Vizemeisterin hinter Ihrer Dauerrivalin Fink, die sich nach der ersten Portage etwas  absetzen konnte. Die weitere Konkurrenz ließ sie deutlich hinter sich.

Am bisher wohl heißesten und sonnigsten Wochenende in diesem Jahr waren anschließend alle Athleten sowie Trainerin Martina Paufler mit den Leistungen hochzufrieden und die Medaillenausbeute der Bremer bestätigte dies. Nach dem intensiven und anstrengenden Wochenende stehen zunächst zwei trainingsfreie Tage auf dem Trainingsplan. Vor allem für Hjördis Sommer und Marcel Paufler geht es jetzt aber fokussiert weiter, denn in knapp zwei Wochen steht der Weltcup in der tschechischen Hauptstadt Prag an. Hierfür haben sie sich bereits im Frühjahr qualifiziert. Der Weltcup ist für die deutsche Auswahlmannschaft gleichzeitig der Qualifikationswettbewerb für die diesjährigen Europameisterschaft (Dänemark) und Weltmeisterschaft (Portugal). Mit den Leistungen des vergangenen Wochenendes können sie dem internationalen Kräftemessen nun aber optimistisch entgegenblicken.