"Paufler-Brüder harmonieren"

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Die Kanuten sind mit EM zufrieden – nun geht das Training weiter

Katharina Elsner 06.07.2016 – WESER-KURIER

Pontevedra. Die Brüder Marcel und Sven Paufler haben bei der Europameisterschaft im Kanu-Marathon Platz sieben belegt. Auf dem Fluss Lérez im spanischen Pontevedra benötigten die beiden 2:03:11 Stunden, und damit 2:30 Minuten länger als die erstplatzierten Spanier Alonso und Piña Esteves. Sie paddelten im Zweierkajak acht Runden, jede Runde 3,6 Kilometer lang. Dazu kamen eine ein Kilometer lange Schlussrunde und eine Laufstrecke von 170 Meter.

Die Brüder, 21 und 18 Jahre alt, sind mit dem Ergebnis „sehr zufrieden“, denn die Vorbereitungen auf die EM liefen nicht optimal. Marcel Paufler musste zwei Tage vor dem Rennen noch eine Klausur an der Hochschule schreiben, reiste dementsprechend kurzfristig an.

Die Leihboote in Pontevedra hatten nicht die bestellte Größe, sie waren zu klein. Die Folge: Das Boot lief während des Rennens voller Wasser. „Marcel schaffte es auch mit der Fußpumpe nicht, das Boot vollständig wieder zu leeren“, sagte Mutter Martina Paufler. Sohn Sven hatte dagegen mit Kopf- und Ohrenschmerzen zu kämpfen. Trotzdem: Nach einer Zeitstrafe von 15 Sekunden und einer Aufholjagd bei knapp 30 Grad gelang es ihnen, Platz sieben zu halten. Vor allem für den jüngeren Sven Paufler war das „überraschend“. Er fuhr das erste Mal bei den Herren.

Der Lérez mündet direkt in den Atlantik. Einige der Kanuten hatten deshalb mit der Strömung zu kämpfen. Die Favoriten Boros und Mészáros kenterten kurz nach dem Start, ebenso ein schwedisches Boot.

Marcel und Sven Paufler sind die amtierenden Deutschen Meister im Kanu-Marathon und Mitglied des Vereins Störtebeker Bremer Paddelsport.

Erstmal erholen sich die Brüder von den Anstrengungen des Rennens, dann geht es nach Schweden ins Trainingslager, zwei Wochen. Im September finden dann die Deutschen Meisterschaften in Brandenburg statt, bei der sie wieder zusammen antreten werden.

Auch dann wollen sie wieder erfolgreich sein und gute Chancen haben sie als Brüder allemal. „Wir sind etwa gleich groß, gleich schwer, haben die gleiche Technik – wir harmonieren schneller miteinander, mit weniger Training“, sagt Sven Paufler.