"Ein Abend für Bremens Beste"

eingetragen in: Presse

Auszug aus dem Weserkurier vom 10.03.2018 von Jörg Niemyer:

SPORTLER DES JAHRES 2017: DAS SIND DIE KANDIDATEN FÜR DIE EHRUNG IM GOP-THEATER

Bremen ist größer als manch einer glaubt. Und wer wollte bezweifeln, dass Bremen weltweite Strahlkraft besitzt? Das gilt auch für die Sportlerinnen und Sportler des kleinsten deutschen Bundeslandes. Obwohl es gewiss nicht die Weltbühne ist, auf der sich Bremens erfolgreichste Aktive des vergangenen Jahres am kommenden Dienstag treffen: Auf der Bühne des GOP-Varieté-Theaters werden Damen, Herren und Jugendliche stehen, die sich auf der ganzen Welt präsentieren und mit ihren Gegnern messen. Wer, wie die zu ehrenden Nachwuchssportler, in seinem Leistungsvermögen noch nicht so weit ist, träumt zumindest davon, sich eines Tages der Welt zu zeigen. Der schöne Nebeneffekt: Diese erfolgreichen Menschen treten auch immer als Botschafter Bremens zu ihren Wettkämpfen an.

Einmal im Jahr, im März, ist der Tag, an dem Bremen seine sportlichen Botschafter versammelt. Nicht alle, aber diejenigen, die sich mit ihren herausragenden Leistungen und ihrem vorbildlichen Auftreten für die Wahl zu Bremens Sportlerinnen und Sportlern empfohlen haben. Unter ihnen sind Olympia-Starterinnen wie Julia Stavickaja 2016 in Rio de Janeiro und die Bremerhavenerin Kea Kühnel, die im Februar in Südkorea als erstes Mitglied des Landesportbundes Bremen (LSB) bei Winterspielen für Deutschland angetreten ist. Es kandidieren Weltmeister, Weltrekordler, nationale Meister, Bundesliga-Sportler - und es kandidieren junge Menschen, die irgendwann vielleicht auch die Weltbühne des Sports ihr Zuhause nennen können.

Die Sportgala am 13. März stellt den feierlichen Rahmen, um diesen Aktiven etwas zurückzugeben. Ja, auch in Form von Geldprämien. Vor allem aber in ideeller Hinsicht: Die besonderen Leistungen werden noch einmal in den Fokus der Öffentlichkeit und die besonderen Menschen buchstäblich ins Licht der Scheinwerfer gestellt.

Der LSB, die Sportstiftung Bremen und die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG), Landesgruppe Bremen, sind Gastgeber eines Abends, an dem nicht nur Geld vergeben, sondern auch eingenommen werden soll. Jeder gespendete Euro wird dem Sport wieder zugutekommen. Deshalb versuchen die Organisatoren auch, die Kosten der Gala so gering wie möglich zu halten. An Qualität wird es gleichwohl nicht fehlen. Mit Jörg und Laura Wontorra führt ein tolles Moderatoren-Duo durch die Veranstaltung - vermutlich wieder so launig wie im Vorjahr, als Vater und Tochter ihren ersten gemeinsamen Auftritt dieser Art überhaupt hatten.

Das Publikum darf sich auf Flimausschnitte und Interviews, auf Überraschungsgäste und auf zwei Show-Acts des GOP-Theaers freuen. Und natürlich auf die Hauptpersonen des Abends: die Sportler. Eine zehnköpfige Jury unter Vorsitz des WESER-KURIER-Chefredakteurs Moritz Döbler hat die Sportler des Jahres 2017 gewählt. Die Namen einiger Sieger wurden bereits veröffentlicht (siehe unten). Das Geheimnis um die Sportlerin, den Sportler und die Mannschaft des Jahres - die Kandidaten werden auf dieser Doppelseite vorgestellt - wird am Dienstag gelüftet.

Betriebssportgemeinschaft des Jahres (Sonderpreis der Handelskammer Bremen): BSG Leschaco Bremen
Nachwuchsförderpreis Mannschaft: Männliche Handball-A-Jugend der SG HC Bremen/Hastedt
Nachwuchsförderpreis Einzel: Jerry Ndhine, 15 (Basketball - Weser Baskets/Eisbären Bremerhaven)
Behindertensportler des Jahres: Mike Schwenke, 20 (Leichtathletik - TuS Komet Arsten)
Trainer des Jahres: Roberto Albanese, 44 (Tanzen - Grün-Gold-Club)

Nominierte Mannschaften:

  • Grün-Gold-Club Bremen (Tanzen)
  • Bremer Hockey-Club (Damen)
  • Wassersportverein Hemelingen (Segeln)

Nominierte Sportlerinnen:

  • Corinna Schwiegershausen, 46 (DFC Weser - Drachenfliegen)
  • Kea Kühnel, 26 (SC Bremerhaven - Freeski)
  • Julia Stavickaja, 20 (Bremen 1860 - Rhythmische Sportgymnastik)

Nominierte Sportler:

  • Artur Ohanyan, 20 (BC Traktor Schwerin - Boxen)
  • Hunor Szöcs, 25 (Werder Bremen - Tischtennis)
  • Marcel Paufler, 23 (Störtebeker Bremer Paddelsport - Kanumarathon)

 

Foto: Petra Stubbe

MARCEL PAUFLER - Der Marathonmann

Schon die Großeltern und Eltern von Marcel Paufler waren Wassersportler - so hat auch der 23jährige sein Glück im Kanusport gefunden. Nach unzähligen Trainingseinheiten rund um die Wümmewiesen, im Blockland und auf dem Unisee startet der Student seit langem im Kanu-Marathonrennsport und im -Wildwasserrennsport für Deutschland - häufig mit seinem jüngeren Bruder Sven. Im vergangenen Spätsommer wurde das Duo aus dem Verein Störtebeker Bremer Paddelsport im Zweierkajak bei der Kanu-Marathon-WM in Südafrika Siebter. Marcel Paufler wurde 2017 zudem deutscher Meister im Einer- und, mit Sven, im Zweierkajak. Im Wildwasser holte Marcel bei der U23-WM Bronze im Einzel und Gold mit dem Team. (JGR)